Mastering: Lautheit, True Peak und Master-Kette
Bevor du einen Song exportierst, willst du wissen, wie laut er ist und ob die Spitzen sauber bleiben. NoCheats Studio misst Lautheit in LUFS, True Peak und Dynamik und lässt dich die Master-Kette einstellen. Der KI-Assistent kann dabei messen und die Plugins der Kette einstellen.
Was hier gemeint ist. Mastering heißt in NoCheats Studio: messen und die Master-Kette einstellen. Es gibt keinen Knopf, der einen Song von selbst mastert. Die Entscheidung, wie dein Master klingen soll, triffst du.
Was gemessen wird
Für die Prüfung vor dem Export stehen mehrere Messwerte bereit, und jeder beantwortet eine andere Frage.
- Integrated LUFS. Die mittlere Lautheit über den ganzen Song, gemessen nach dem Verfahren der Empfehlung BS.1770 mit Gating, also ohne die stillen Stellen mitzurechnen.
- Loudness Range. Wie weit die Lautheit zwischen leisen und lauten Teilen auseinanderliegt. Ein Song mit ruhiger Strophe und lautem Refrain hat eine größere Range als ein durchgehend dichter Track.
- True Peak. Der höchste Pegel, den das Signal nach der Wandlung ins Analoge erreichen kann. Er kann über dem höchsten Sample-Wert liegen, deshalb wird er getrennt gemessen.
- RMS und Sample-Peak. Der durchschnittliche Pegel und der höchste digitale Einzelwert, zur Gegenprobe der übrigen Werte.
Die Werte gelten für den Master und für einzelne Spuren. Du siehst damit, ob eine Vocal-Spur schon für sich zu laut ist, bevor der Master überhaupt ins Spiel kommt.
Die Master-Kette einstellen
Auf dem Master-Bus liegt eine Kette aus Plugins, durch die der gesamte Mix läuft. Du kannst Plugins in die Kette laden, entfernen, umgehen und ihre Parameter einstellen. Außerdem lässt sich ein Normalisierungsziel für den Master festlegen.
Der KI-Assistent kann dieselben Schritte ausführen. Du schreibst, was dir am Master auffällt, er stellt die Parameter der Plugins in der Kette ein und misst danach nach. Er arbeitet auf deine Anweisung, und du entscheidest, ob die Einstellung bleibt. Wie der Assistent im Mix arbeitet, steht auf der Seite KI-Mixing mit deinen VST3-Plugins.
Ablauf vor dem Export
- Den Mix fertigstellen. Eine Lautheit lässt sich nicht retten, wenn Beat und Vocals noch gegeneinander arbeiten.
- Lautheit, True Peak und Loudness Range des Masters messen.
- Die Master-Kette einstellen und nach jeder Änderung erneut messen.
- Den Song von Anfang bis Ende anhören, nicht nur den Refrain.
- Exportieren.
Wie ein Mix aufgebaut wird, bevor er in den Master geht, erklärt der Mixing-Ratgeber. Besonders die Seite zur Lautheit bei Rap-Vocals gehört zu diesem Schritt.
Welche Lautheit ist die richtige?
Eine Zahl für alle Songs gibt es nicht. Wie laut ein Master sein darf, hängt vom Stil, von der Dynamik des Songs und davon ab, wo du ihn veröffentlichst. Streaming-Dienste regeln ihre Lautstärkeanpassung selbst und ändern sie gelegentlich. Verlass dich deshalb auf die Angaben des jeweiligen Dienstes und nicht auf eine Zahl, die jemand einmal aufgeschrieben hat.
Die Messung hilft dir, die Frage mit Zahlen zu beantworten: Du siehst, wo dein Master liegt, und kannst ihn mit dem Ziel vergleichen, das du dir gesetzt hast.
Welche KI dahinter steht
Du nutzt lokale KI oder Anbieter wie OpenAI und Anthropic. Außerdem geht jeder andere Anbieter, der dieselben Verbindungsprotokolle versteht, zum Beispiel über eine OpenAI-kompatible Schnittstelle. Für Anbieter brauchst du deinen eigenen Schlüssel. Ohne Schlüssel läuft der Assistent in der Desktop-App mit einem lokalen Modell.
Häufige Fragen
- Masteriert die KI meinen Song von selbst?
- Nein. Der Assistent kann messen und die Plugins der Master-Kette nach deiner Anweisung einstellen. Ein automatisches Mastering gibt es nicht.
- Welche Werte werden gemessen?
- Integrated LUFS, Loudness Range, True Peak, RMS und Sample-Peak.
- Kann ich meine eigenen Plugins in der Master-Kette nutzen?
- Ja, die DAW unterstützt VST3-Plugins. Mehr dazu unter DAW für Rapper und Artists.
- Wo bekomme ich das?
- Auf der Download-Seite. Welche Funktionen dein Tarif enthält, siehst du unter Tarife.